Die Gebäude des Boxbergs 



Mehr als eine prachtvolle Tribüne


Drei Dinge zeichnen den Boxberg aus. Seine einzigartige Lage am Fuße des Thüringer Waldes, seine abwechslungsreiche Geschichte sowie seine prachtvolle Tribüne, die auch heute noch das markanteste Gebäude auf dem Boxberg darstellt.


Nach der Fertigstellung der ersten Tribüne mit Fürsten-Pavillon (heute Tribünenturm mit Fürstenloge genannt) wurden in den folgenden Jahren die anderen Gebäude erbaut, die heute noch fast alle in ihrer Grundform auf dem Boxberg zu sehen sind. Dazu gehören die zweite Tribüne samt Restaurant (der prägnante Rundbau wird heute wieder als Gaststätte benutzt, die Tribüne musste einem Dachaufbau weichen), der Kiosk, der Musikpavillon (der leider nicht mehr erhalten ist), Stallungen und ein Schuppen. Das große und kleine Totalisatorgebäude wurde 1881 mit der Einführung von Geldlotterien fertig gestellt. 

Zum Baustil:
Die spätviktorianischen Stilanleihen (1875 –1901) sind auf dem Boxberg bei allen Gebäuden unverkennbar. Vor allem die Tribüne und das große Totalisatorgebäude spiegeln ein schöne Mischform aus Historismus (Nachahmung verschiedener älterer Stilrichtungen) und frühem englischen Jugendstil wieder. Auffallend sind die verspielten Holzsäulen und Schnitzereien sowohl am Turm als auch an der Tribüne selber. 

Die viktorianischen Dachgiebel über einer Fachwerkkonstruktion sind ein Musterbeispiel für einen typischen Eklektizismus. Kein Wunder, dass die Rennbahn schon zur Jahrhundertwende  - natürlich auch dank ihrer landschaftlich reizvollen Lage – als eine der schönsten in Deutschland galt und alleine schon deshalb einen ganz besonderen Charme besitzt.